E-Auto als Pendler: Lohnt es sich wirklich?
Die Frage „E-Auto oder Verbrenner?" bewegt Millionen von Pendlern. Die Antwort hängt von wenigen, aber entscheidenden Faktoren ab: der täglichen Fahrleistung, dem Spritpreis, der Lademöglichkeit – und zunehmend auch dem Anteil an selbst erzeugtem Solarstrom.
Die Mathematik ist eindeutig
Ein durchschnittlicher Benziner verbraucht 7 Liter auf 100 km. Bei 1,80 Euro pro Liter kostet das 12,60 Euro auf 100 km. Ein E-Auto verbraucht 17 kWh auf 100 km – bei 35 Cent pro kWh kostet das 5,95 Euro. Also weniger als die Hälfte. Wer 50 km täglich pendelt und 220 Tage im Jahr arbeitet, legt 11.000 km zurück. Die jährliche Differenz: über 700 Euro.
Solarstrom verändert die Rechnung grundlegend
Wer eine PV-Anlage auf dem Dach hat oder ein Balkonkraftwerk betreibt, kann sein E-Auto tagsüber mit selbst erzeugtem Strom laden. Mit einer 5-kWp-Dachanlage und Wallbox kann ein Pendler 40–60% des Ladestroms selbst erzeugen – zu effektiv null Kosten.
CO₂: Der Umweltvorteil wächst mit der Zeit
Im deutschen Strommix 2024 stößt ein E-Auto auf 100 km etwa 6–8 kg CO₂ aus – ein Benziner 15–20 kg. Mit eigenem Solarstrom wird das E-Auto zur nahezu emissionsfreien Alternative. Und mit wachsendem Anteil erneuerbarer Energien im Netz verbessert sich der Wert automatisch Jahr für Jahr – ohne Zutun des Fahrers.