Was kostet Duschen wirklich – die Rechnung dahinter
Warmwasser ist der versteckte Stromfresser in deutschen Haushalten. Bis zu 20% der gesamten Energiekosten entfallen auf die Warmwasserbereitung – die meisten Menschen unterschätzen das erheblich. Ein zwölfminütiger Duschgang mit einem 21-kW-Durchlauferhitzer verbraucht 4,2 kWh: Das entspricht in etwa dem Energieinhalt von fast einem halben Liter Benzin.
Warum Durchlauferhitzer so viel verbrauchen
Durchlauferhitzer haben hohe Spitzenleistungen, weil sie Wasser in Echtzeit von ca. 12°C auf 38–42°C erhitzen müssen. Die Formel: Leistung (kW) × Zeit (h) = Verbrauch (kWh). Bei 21 kW und 10 Minuten sind das 3,5 kWh pro Dusche. Moderne Geräte haben zwar Effizienzgrade von über 98%, aber an der Physik lässt sich nichts ändern.
Die günstigsten Maßnahmen zum Energie sparen
- Sparduschkopf (20–50 €): Reduziert den Wasserfluss von 12 auf 6–8 l/min. Spart ~30% Warmwasserkosten. ROI: 2–4 Monate.
- Kürzere Duschen: 2 Minuten weniger pro Dusche spart bei 21 kW und 35 Cent/kWh: 0,70 kWh × 365 = 255 kWh/Jahr = 89 Euro.
- Temperatur senken: Wassertemperatur von 42°C auf 38°C senken spart ca. 10% Energie.
- PV-Überschuss nutzen: Wer eine Solaranlage hat, kann Überschüsse per Heizstab in den Boiler leiten – statt für 8 Cent ins Netz einzuspeisen, nutzt man den Strom für 35 Cent Warmwasserkosten.